Styroporrückwand

Die einfachste Art, eine Rückwand für ein Terrarium zu erstellen, ist die aus Styropor.

Styroporplatten in unterschiedlichen Stärken werden in vielen Baumärken und im Baustoffhandel angeboten.

Sehr gut geeignet sind Stärken von 40 mm und 50 mm. Da in diese viel Struktur geschnitten werden kann, ohne dass sie großartig an Stabilität verlieren.

Man kann die Rückwand entweder extern erstellen und sie anschließend ins Terrarium einkleben, oder die Styroporplatten direkt ins Terrarium kleben und die Rückwand direkt im Terrarium erstellen. Wenn auch Seitenwände erstellt werden, ist es am einfachsten, die Wände direkt im Terrarium zu erstellen, denn sonst wird es schwierig, die Kombination später ins Becken zu bekommen.

Zuerst sollte man die Wände mit dicken Styroporplatten (ca.50mm) bekleben, dazu eignet sich Silikon oder Acryl hervorragend, aber auch spezieller Styroporkleber kann dazu verwendet werden. Sind die Wände verkleidet, können aus weiteren Styroporplatten Vorsprünge in gewünschter Form herausgeschnitten werden und ebenfalls mit Silikon an den Wänden befestigt werden. Bei Rückwänden für größere Tiere oder bei weit hervorstehenden Vorsprüngen ist es ratsam, die Vorsprünge mit Rundhölzern zu verstärken. Dazu schneidet man eine Rundholzstange(ca. 5-10mm Durchmesser) in Stücke, die der Länge der Vorsprünge entsprechen und steckt diese durch den Vorsprung in die Rückwand. Zusätzlich können die Vorsprünge nun mit Bauschaum unterspritzt werden, um die Stabilität zu erhöhen.

Nun hat man einen Rohling für eine natürliche Terrarienrückwand. Die glatten Oberflächen der Styroporplatten sehen aber noch alles andere als natürlich aus. Um dies zu ändern, gibt es mehrere Möglichkeiten, eine Styroporwand zu strukturieren.

Sehr leicht und sehr sauber bekommt man mit einem Heißluftföhn die gewünschten Strukturen in unterschiedlicher Tiefe in die Rückwand. Dabei sollte man nur darauf achten, nicht zu lange mit dem Heißluftföhn über einer Stelle zu verweilen, denn schneller als man denkt, schmilzt das Styropor unter der hohen Temperatur des Elektroföhns. Zu beachten ist auch die Entwicklung giftiger Gase beim Verbrennen des Styropors, verrichten Sie diese Arbeit am besten unter freiem Himmel oder zumindest bei weit geöffnetem Fenster.

Auch leicht, allerdings nicht eine so saubere Sache, ist die Möglichkeit, die Rückwand mit einem Drahtbürstenaufsatz für die Bohrmaschine oder den Akkuschrauber zu strukturieren. Hierbei entsteht eine sehr schöne und sehr natürlich wirkende Oberfläche, doch werden tausende Styroporkügelchen von der Wand gelöst, so dass diese Arbeit besser nicht in der Wohnung durchgeführt werden sollten.

Eine weitere Möglichkeit, sehr natürlich wirkende Rückwände zu strukturieren, ist die Anwendung eines Cuttermessers. Mit diesem können Teile aus dem Styropor geschnitten werden und so entsteht Stück für Stück eine herrliche Rückwand.

Natürlich ist es auch möglich, alle drei Methoden an einer Rückwand anzuwenden.

Wenn die Wand bzw. die Wände ausreichend strukturiert sind, kann die Oberfläche nochmals mit einem Gaslötkolben oder einem Heißluftföhn nachbearbeitet werden, so dass die Vertiefungen und Vorsprünge noch natürlicher wirken.

Da nach der Strukturierung mehrere Schichten Fliesenkleber oder Haftputz aufgetragen werden, ist es ratsam, eine tiefe Struktur zu erstellen, denn durch die Beschichtung geht etwas der Strukturtiefe wieder verloren.

Anschließend kann damit begonnen werden, die Wand mit einer dünnflüssigen Schicht Fliesenkleber oder Haftputz bestrichen zu werden. Nachdem diese vollkommen durchgetrocknet ist, kann damit begonnen werden, eine weitere dickflüssige Schicht zu verarbeiten.

Wie viele Schichten aufgetragen werden, hängt davon ab, für welche Reptilien und welchen Terrarientyp diese Rückwand gemacht wird. Soll die Wand in einem Feucht- oder Halbfeuchtterrarium zum Einsatz kommen, reichen meist zwei bis drei Schichten und eine anschließende Versiegelung mit Epoxidharz. Bei der Versiegelung muss darauf geachtet werden, dass die Schicht wirklich dicht ist und sich keine Bläschen gebildet haben. Die gewünschte Farbe der Rückwand erhält man, indem man einen speziellen Farbzusatz in das Harz mischt. Es ist ratsam, erst eine dünne Schicht aufzutragen, die die Poren des Fliesenklebers schließt und dann mit ein bis zwei dickeren Schichten die Rückwand zu versiegeln. Solange die letzte Schicht noch nicht ausgehärtet ist, sollte man Sand an die Rückwand werfen, um eine nicht so glänzende, etwas raue Oberfläche zu erhalten.

Kommt die Wand in einem Wüstenterrarium zum Einsatz, kann man auf eine Versiegelung gegen Feuchtigkeit verzichten, in diesem Fall reicht es aus, mehrere Schichten Fliesenkleber aufzutragen. Für kleine Reptilien mit kurzen Krallen reichen meist drei bis vier Schichten, für größere Tiere mit längeren Krallen dürfen es auch ruhig mal acht bis zehn Schichten sein. Je mehr Schichten aufgetragen werden, desto runder werden die zuvor eingearbeiteten Kanten, dies sollte bereits bei der Gestaltung der Struktur berücksichtigt werden. Um eine Rückwand für ein Trockenterrarium einzufärben, wird Abtönfarbe in die letzten zwei bis drei Schichten Fliesenkleber gemischt. Um eine schöne raue Oberfläche zu erhalten, kann in die letzte Schicht etwas Sand gemischt werden.

Anschließend noch etwas dünnflüssigen Fliesenkleber anrühren und in kleinen Behältern mit unterschiedlichen Abtönfarben vermischen, mit diesen Farben können dann noch Akzente in unterschiedlichen Farbtönen gesetzt werden. Mit einer Drahtbürste kann die Rückwand, nachdem sie vollständig getrocknet ist, noch etwas nachbearbeitet werden; die Stellen, die mit der Bürste bearbeitet wurden, verfärben sich dunkler.












Navigation
Datum Uhrzeit Uhr








Startseite
Portal Forum ... News Sitemap
Planung Terrarien Rückwände Beleuchtung Heizung Luftbefeuchter Einrichtung Galerie Downloads Sonstiges
*** Terrarium-construction Das Terrarienbau Portal ***

















































































































































 

Impressum


www.terrarium-construction.de

www.terra-cons.de