Grundbeleuchtung

Die Grundbeleuchtung sorgt für die nötige Ausleuchtung des Terrariums. Welche Art Beleuchtung für ein Terrarium verwendet werden kann, hängt von der Terrariengröße, den zu pflegenden Reptilien und dem Geldbeutel ab.


Leuchtstoffröhren

Am häufigsten werden Leuchtstoffröhren für die Grundbeleuchtung verwendet, diese verbrauchen relativ wenig Strom, sind einfach zu installieren und man erhält sie relativ günstig. Doch auch bei Leuchtstoffröhren gibt es Unterschiede.

Sehr wichtig ist es, darauf zu achten, dass die LSR mit einem EVG (elektronisches Vorschaltgerät) betrieben wird. Wenn dieses nicht vorhanden ist, fangen die Röhren nach einiger Zeit an zu brummen, was nicht nur für den Terrariumbesitzer unangenehm ist, sondern auch für die Tiere eine ständige Belästigung bedeutet.

Da meistens mehrere Röhren verbaut werden, können diese versetzt angeordnet werden und müssen nicht über die gesamte Länge des Terrariums reichen. Beispielsweise können in einem 80cm Becken 2x 60cm Röhren eingesetzt werden, die ohne Probleme in das Becken passen und als Standardgröße günstig zu erhalten sind.

Eine weitere Auswahl hat man beim Durchmesser der LSR, es gibt T8-Röhren mit einem Durchmesser von 28mm und eine Weiterentwicklung, die T5-Röhren mit einem Durchmesser von 16mm. Trotz ihrer geringeren Größe verfügen T5-LSR über eine bessere Ausleuchtung. Ein weiterer Vorteil für die Terraristik ist neben der geringen Größe die höhere Wärmeentwicklung der T5-LSR; diese sorgt im Terrarium für einen Teil der Grundtemperatur. Bei kleinen Terrarien kann dies allerdings auch ein Nachteil sein, da die Temperaturen auf kleinem Raum schnell über die gewünschten Temperaturen steigen.

T5-LSR gibt es in zwei unterschiedlichen Leistungsklassen, HQ (high output) und EQ (efficient output). Die Klassen sind abhängig von der Wattage. In der Auflistung der Wattagen und Längen sind die Leistungsklassen der T5-Röhren mit dem Kürzel HQ und EQ gekennzeichnet.

Eine weitere Bauform ist die T4-Röhre mit einem Durchmesser von 12mm, diese kommt allerdings nur sehr selten zum Einsatz.

Die Länge einer LSR ist immer abhängig von der Wattage, folgende Wattagen sind erhältlich.

T8 LSR
18W - 590mm
36W - 1200mm
58W - 1500mm

T8 Sonderlängen
15W - 438mm
16W - 720mm
30W - 895mm
36W - 970mm
38W - 1047mm

T5 LSR
14W - 549mm EQ
21W - 849mm EQ
24W - 549mm HQ
28W - 1149mm EQ
35W - 1449mm EQ
39W - 849mm HQ
49W - 1449mm HQ
54W - 1149mm HQ
80W - 1449mm HQ

T4 LSR
7W - 288mm
11W - 408mm
14W -517mm

Die bekanntesten Lichtfarben sind 840 coolwhite und 827 warmwhite, beide sind allerdings für die Terraristik nur bedingt geeignet. Zu bevorzugen sind Röhren in der Lichtfarbe 850 und 860 Daylight. Am besten eignen sich allerdings die immer häufiger angebotenen 955 und 960 Vollspektrum oder auch Bio Light-Röhren. Diese überzeugen durch eine hervorragende Farbwiedergabe und sind in der Lichtfarbe dem natürlichen Sonnenlicht nachempfunden.

Lichtfarbenbezeichnungen

Alt - Neu
010 - 760
020 - 640
025 - 740
030 - 530
035 - 535

Internationale Farbbezeichnungen

Farbwiedergabe (erste Ziffer)
9 Farbwiedergabestufe 1A (Ra 90-100)
8 Farbwiedergabestufe 1B (Ra 80-89)
7 Farbwiedergabestufe 2A (Ra 70-79)
6 Farbwiedergabestufe 2B (Ra 60-69)
5 Farbwiedergabestufe 3 (Ra 50-59)
4 Farbwiedergabestufe 3 (Ra 40-49)

Farbtemperatur (zweite und dritte Ziffer)
27 Warmwhite Comfort 2700 K
30 Warmwhite 3000 K
35 White 3500 K
40 Collwhite 4000 K
50 Daylight 5000 K
60 Daylight 6000 K

Somit steckt hinter der Lichtfarbe 860 eine Farbwiedergabestufe 1B (Ra80-89) und die Lichtfarbe Daylight mit 6000°K.






















Um eine LSR im Terrarium zu installieren, benötigt man außer der eigentlichen Röhren und einem Vorschaltgerät noch Fassungen, die die Röhren halten und über die die Röhren mit Strom versorgt werden. Diese Fassungen bekommt man in einer normalen Ausführung und in einer Feuchtraum-Ausführung, die sich hervorragend für die Installation in Terrarien mit hoher Luftfeuchtigkeit eignen. Es gibt auch fertig vormontierte Lichtbalken, die einfach nur im Terrarium befestigt werden müssen und in die Steckdose gesteckt werden. Diese Ausführungen sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, allerdings sollte man auf diese zurückgreifen, wenn man es sich nicht zutraut, die komplette Verkabelung der LSR selbst vorzunehmen. Es ist immer ratsam, eine aufwendige Verkabelung eines Terrariums von einem Fachmann durchführen zu lassen oder die eigene Arbeit zumindest überprüfen zu lassen.


Hochdruck Entladungslampen

In Hochdruck Entladungslampen (Metalldampfentladungslampen) werden durch die Bogenentladung auf sehr kleinem Raum größte Lichtmengen erzeugt. Zum Einsatz kommen diese Lampen häufig in großen Terrarien, da die Wärmeentwicklung sehr hoch ist. Metalldampflampen müssen mit einem speziellen, der Leistung angepassten, elektronischen Vorschaltgerät betrieben werden, was ebenfalls viel Wärme produziert. In großen Terrarien kann diese Wärme hervorragend für die Beheizung genutzt werden, sodass man mit ihnen bereits einen Teil der Grundtemperatur herstellen kann. Die häufigst verwendeten Metalldampflampen in der Terraristik sind HQI und HCI (OSRAM-Bezeichnungen). HQI sind Halogenmetalldampflampen, die über eine gute Farbwiedergabe, eine relativ hohe Lebensdauer und gute Lichtausbeute verfügen. Man bekommt diese Brenner in WDL einem Warmweiß, NDL Neutralweiß und Daylight, wobei WDL nicht sonderlich gut für die Beleuchtung eines Terrariums geeignet ist. HCI (Keramikbrenner), eine Weiterentwicklung der HQI-Brenner, verfügen über eine noch bessere Farbwiedergabe und behalten ihre Lichtfarbe über die gesamte Lebensdauer. Leider gibt es diese Brenner noch nicht in der Lichtfarbe Daylight, so dass man auf die NDL 4000°K Variante zurückgreifen muss.

Halogenmetalldampflampen gibt es in unterschiedlichen Bauformen und mit verschiedenen Sockeln. Sehr häufig werden röhrenförmige, klare beidseitig gesockelte (RX7's) Brenner verwendet. Es gibt Einbaustrahler und Strahler mit integriertem Vorschaltgerät, die über entsprechende Fassungen verfügen. Diese Leuchten verfügen in den meisten Fällen über einen integrierten Reflektor. Eine weiterer Socken ist der G12 Sockel ein Stecksockel, auch für diesen Brenner gibt es unterschiedliche Leuchten. Halogenmetalldampflampen gibt es aber auch mit einem E27-Sockel, der in herkömmliche E27-Fassungen passt, allerdings benötigen auch diese Brenner ein externes Vorschaltgerät und können nicht einfach in einer Leuchte mit E27-Fassung betrieben werden. Diese Brenner gibt es in Ellipsenform und in Röhrenform. Die in Ellipsenform gibt es auch beschichtet. Die in der Terraristik am häufigsten verwendeten Wattagen sind 70W und 150W, manchmal auch 35W. Darüber hinaus gibt es allerdings auch noch Brenner mit 250W, 400W, 600W und 1000W, diese kommen aber nur sehr selten in Terrarien zum Einsatz. Ab einer Wattage von 250W verfügen die Leuchtmittel über einen E40-Sockel.

HQL (Quecksilberdampflampen) werden ebenfalls mit einem Vorschaltgerät betrieben und sind in der Terraristik auch relativ weit verbreitet. Sie sind aber durch ihre schlechtere Farbwiedergabe im Vergleich zu Halogenmetalldampflampen nicht so gut geeignet. Quecksilberdampflampen gibt es in folgenden Wattagen: 80W, 125W, 250W, 400W, 700W und 1000W. 80W-Brenner verfügen über einen E27-Sockel, alle weiteren einen E40-Sockel. Auch hier kommen die Brenner ab 250W nur sehr selten im Terrarium zum Einsatz.

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